Nachhaltige Entwicklungsziele

SDG1: Armut in all ihren Formen und überall beenden

Gemäß UN-Statistiken leben immer noch mehr als 783 Millionen Menschen von weniger als 1,90 US-Dollar am Tag. Ziel des SDG Nummer 1 ist die weltweite Beseitigung von Armut in all ihren Formen. So will die UN beispielsweise die extreme Armut, definiert als der Anteil der Menschen, die täglich von weniger als 1,25 USD leben müssen, beseitigen. Erreicht werden kann dieses Ziel beispielsweise durch bessere Bildung, den Zugang zu Mikrofinanzierungen sowie Mikroversicherungen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 1 einsetzen sind:

Allianz: Neben der Ermöglichung von leistbaren Mikroversicherungen für mehr als 43,8 Millionen Personen in Asien, Afrika und Lateinamerika erwirtschaftete die Allianz durch den „Allianz Welt Run“ in den letzten drei Jahren 1,4 Millionen Euro, mit welchen soziale Projekte in den Entwicklungsländern unterstützen wurden.
Paypal: Mit Hilfe von Paypal können Gastarbeiter Geld in Ihre Heimat zu äußerst günstigen Konditionen überweisen.

SDG2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen sowie eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Gemäß UN-Statistiken ist eine von neun Personen auf der Welt unterernährt und die schlechte Ernährungslage ist für beinahe die Hälfte der Todesfälle von Kindern unterhalb von fünf Jahren verantwortlich. Dementsprechend ist es das Ziel der UN, bis 2030 den Hunger zu beenden und eine ganzjährige nährstoffreiche und ausreichende Nahrungsmittelversorgung für Arme sicher zu stellen. Erreicht werden soll dieses Ziel unter anderem durch eine Reduzierung der weggeschmissenen Nahrungsmittel und durch nachhaltige Lebensmittelproduktionssysteme.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 2 einsetzen:

Carrefour: Das zweit größte Einzelhandelsunternehmen Europas will bis 2025 die Menge an weggeschmissenen Lebensmitteln um 50 % verringern.
Aramark: Das Unternehmen will in seinen großen Kantinen die weggeschmissenen Lebensmittel ebenfalls deutlich reduzieren und ist dafür sogar eine Partnerschaft mit dem innovativen Unternehmen Leanpath eingegangen.

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

Die Gewährleistung eines gesunden Lebens und die Förderung des Wohlbefindens in jedem Alter sind für eine nachhaltige Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. In den letzten Jahren konnten zwar schon einige Fortschritte erzielt werden, weitere Anstrengungen sind jedoch noch dringend nötig. So sterben weiterhin jährlich fünf Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Zur Erreichung dieses Zieles können beispielsweise eine effizientere Finanzierung der Gesundheitssysteme, ein besserer Zugang zu Ärzten sowie neue Medikamente beitragen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 3 einsetzen:

Novo Nordisk: Im Jahr 2018 ermöglichte Novo Nordisk 5 Millionen Personen eine Diabetesbehandlung zu einem Preis von unter 4 USD. Darüber hinaus spendete das Unternehmen umgerechnet knapp 1,1 Millionen Euro an die Welt-Diabetes Foundation.
Novartis: Das Unternehmen spendet über die WHO seit 1999 weltweit allen Leprakranken eine Therapie und unterstützt damit die Behandlung von mehr als sieben Millionen Personen.

SDG4: Hochwertige Bildung

Rund 617 Millionen Personen fehlt es an grundlegenden mathematischen sowie literarischen Fähigkeiten. Eine hochwertige Bildung ist allerdings die Grundlage für eine bessere Zukunft von Millionen von Menschen. Ziel der UNO ist es daher die inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung überall auf der Welt zu gewährleisten und die Möglichkeiten für lebenslanges Lernen für alle zu fördern. Bildungsprojekte in Entwicklungsländer können beispielsweise zur Erreichung dieses Zieles beitragen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 4 einsetzen:

Tal Education: Tal Education ist ein führendes Ausbildungsunternehmen in China. Das Unternehmen bietet derzeit knapp 4,48 Millionen Personen Zugang zu einer hochwertigen Bildung.
Microsoft: Das Unternehmen bietet mit dem Office 365 Education Programm Schülerinnen und Schüler kostenlose Office Produkte an. Darüber hinaus arbeitet Microsoft mit mehr als 150 Nonprofit Organisationen in 60 Ländern zusammen und durch die Spenden von Microsoft wird jungen Kindern ein Zugang zu einer technologischen Ausbildung ermöglicht.

SDG 5: Geschlechtergleichheit

In den letzten Jahren nahm die Lohnschere zwischen Männer und Frauen ab, jedoch liegt der Gender Pay Gap im EU-Durchschnitt immer noch bei 16 %. Weiters machen Frauen in den weltweiten Parlamenten nur einen Anteil von 23,7 Prozent aus. Ziel der UN ist es daher, Geschlechtergleichstellung zu erreichen und alle Frauen und Männer zur Selbstbestimmung zu befähigen. Eine Erhöhung der Frauenquote in Parlamenten aber auch in Aufsichtsräten und Vorständen kann beispielsweise zur Erreichung dieses Zieles beitragen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 5 einsetzen:

Visa: ist ein Vorreiter in der Geschlechtergleichheit. So erhalten weibliche Mitarbeiter für idente Arbeiten den gleichen Lohn wie männliche Angestellte.
H&M: Der Aufsichtsrat von H&M besteht zu zwei Dritteln aus Frauen.

SDG 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen:

Gemäß UN-Statistiken besitzen drei von zehn Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie sechs von zehn Personen keine saubere Sanitärversorgung. Ziel der UN ist es daher, die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen zu gewährleisten. Erreicht werden kann dieses Ziel beispielsweise durch die Schaffung eines einwandfreien und bezahlbaren Trinkwasserzugangs für alle sowie der Verbesserung der Wasserqualität durch eine Verringerung der Verschmutzung (z.B. durch eine Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe).

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 6 einsetzen:

Ecolab: Der weltweit führende Anbieter von Wasser-, Hygiene- und Energietechnologien hilft mit seinen innovativen Produkten bei der weltweiten Einsparung von Wasser. So konnte durch die Produkte des Unternehmens im Jahr 2018 Wasser in der Größenordnung des Trinkwasserbedarfs von rund 650 Millionen eingespart werden.
Veolia: Seit der Definierung der SDGs im Jahr 2015 erhielten durch Veolia 3,9 Millionen Personen in Entwicklungsländern Zugang zu Trinkwasser und 1,8 Millionen Personen Zugang zu sanitären Einrichtungen.

SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

Rund drei Milliarden Personen sind beim Kochen und Heizen auf Holz, Kohle, Holzkohle oder tierische Abfälle angewiesen - dabei ist Energie für rund 60 % der globalen Treibhausgas Emissionen zuständig. Ziel der Vereinten Nationen ist es daher den Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, moderner und vor allem nachhaltiger Energie für alle zu sichern. Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem der Anteil an erneuerbaren Energien deutlich erhöht wird.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 7 einsetzen:

Vestas: Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von Windkraftanlagen. Mittlerweile hat das dänische Unternehmen Windkraftanlagen in 80 Ländern installiert und hilft somit bei der Installierung von bezahlbarer und sauberer Energie.
Verbund: Verbund ist Österreichs größtes Versorgungsunternehmen. Der Strom wird dabei zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen, wobei Wasserkraft mit Abstand die wichtigste Art der Stromerzeugung darstellt.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die Tatsache, dass man einen Job besitzt, geht vielerorts nicht mit dem Entkommen aus der Armut einher. Ziel des SDG 8 ist es daher, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum unter Einhaltung einer menschenwürdigen Arbeit zu gewährleisten. Weiters soll die Kinderarbeit bis 2025 eliminiert werden und allen Arbeitern ein sicheres Arbeitsumfeld ermöglicht werden. Zusätzlich ist die UN bestrebt, dass das jährliche Wirtschaftswachstum in den am wenigsten entwickelten Ländern mindestens sieben Prozent beträgt.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 8 einsetzen:

Kering: Der französische Luxusgüterhersteller setzt sich stark gegen den Kampf von Kinderarbeit ein. Der Konzern verlangt beispielsweise von seinen Zulieferern, dass sie keine Kinder unter 15 Jahre anstellen.
Alphabet: Das Unternehmen wurde 2018 von Forbes zum besten US-Unternehmen gekürt. Ausschlaggebend dafür war vor allem die guten Arbeitsbedingungen sowie die Diversität im Unternehmen. Auch Microsoft und Walt Disney schnitten bei dem Ranking hervorragend ab.

SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

Grundlegende Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise Straßen, Elektrizität, Informations- und Kommunikationstechnologien sind immer noch in vielen Schwellenländern rar. Um eine nachhaltige und breitenwirksame Industrialisierung in diesen Ländern voranzutreiben, sind innovative Investments in Verkehrswege, Bewässerungssysteme, Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnologien für das Erreichen von großer Bedeutung. Auch in entwickelten Ländern sollte die Infrastruktur modernisiert werden, um sie nachhaltig zu gestalten.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 9 einsetzen:

Ciena: Die Produkte des amerikanischen Technologiekonzerns ermöglicht der Telekommunikationsbranche den einfachen Umstieg von älteren Netzwerken auf moderne optische Netzwerke und somit einen schnelleren Datentransfer.
Orange S.A: Der französische Telekomgigant bringt Kommunikationstechnologien auch in entferntere Regionen der Welt und ermöglicht somit die breitenwirksame Industrialisierung in diesen Ländern. Das Unternehmen ist beispielsweise in 18 afrikanischen Ländern präsent.

SDG 10: Ungleichheit innerhalb von und zwischen Ländern reduzieren.

In den vergangenen Jahren konnte die Ungleichheit zwischen einzelnen Ländern etwas verringert werden, die Ungleichheit innerhalb der Länder ist allerdings angestiegen. Um diese Ungleichheiten zu verringern, ist die Politik gefordert, mittels entsprechender Maßnahmen Lösungen zu präsentieren. Doch auch Unternehmen können helfen, die Ungleichheiten zu reduzieren. Beispielsweise können technologische Innovationen dazu beitragen, die Kosten für den Geldtransfer von Wanderarbeitern zu senken.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 10 einsetzen:

Paypal: Mit Hilfe von Paypal können Gastarbeiter Geld in Ihre Heimat überweisen, ohne dabei viel Gebühren zu zahlen.
Vodafone: Vodafone hat in Kooperation mit Safaricom bereits im Jahr 2007 mit M-Pesa ein mobiles Bezahlsystem, basierend auf SMS Transaktionen, in Afrika etabliert. Durch M-Pesa erhielten bisher Millionen Personen Zugang zu Finanzdienstleistungen, welche von wesentlicher Bedeutung für die Verringerung von Armut und Ungleichheit sind.

SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Zurzeit leben 3,5 Mrd. Personen in Städten. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis ins Jahr 2030 auf 5 Mrd. steigt, wobei der größte Teil dieses Anstieges auf die Städte in den Entwicklungsländern fallen wird. Die Herausforderungen für nachhaltige Städte sind vielseitig, angefangen von der Bereitstellung eines angemessenen und bezahlbaren Wohnraums über nachhaltigen Verkehrssystemen und eine angemessene Luftqualität.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 11 einsetzen:

Cisco: Die Produkte des Unternehmens helfen bei der Entwicklung von smarten Städten. Mit der einheitlichen IoT-Plattform Cisco Kinetic for Cities erhalten Städte in Echtzeit Daten über den Zustand der Stadt und können darauf aufbauend nachhaltige Steuerungsmöglichkeiten entwickeln.
Umicore: Neben dem Recycling von umweltschädlichen Rohstoffen stellt das belgische Unternehmen auch Katalysatoren her, welche die Abgase von Autos vermindern. Somit kann mit den Produkten des Unternehmens eine bessere Luftqualität ermöglicht werden.

SDG 12: Verantwortungsvoller Konsum und nachhaltige Produktion

In letzter Zeit stieg der Verbrauch der natürlichen Ressourcen stetig an. Die wachsende Weltbevölkerung macht daher den verantwortungsvollen Konsum und die nachhaltige Produktion immer wichtiger, insbesondere da Ende Juli bereits der bekannte "Earth Overshoot Day" statt findet und wir von diesem Zeitpunkt an auf Kosten der nächsten Generationen leben. Nachhaltiger Konsum benötigt eine Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Lieferkette, vom Erzeuger bis hin zum Endverbraucher. Unternehmen können beispielsweise durch eine energieeffiziente und umweltfreundlichere Produktion sowie durch das Recycling von Rohstoffen einen Teil zum Erreichen des SDG 12 beitragen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 12 einsetzen:
Anheuser-Busch: Der weltgrößte Bierkonzern will bis 2025 alle seine Verpackungen aus recyclebaren Materialien herstellen.
L’Oréal: Bis 2020 wird das französische Unternehmen die produzierte Abfallmenge seiner Werke und Distributionszentren im Vergleich zum Jahr 2005 um 60 % reduziert haben. Darüber hinaus hat das Unternehmen im Jahr 2018 97 % des industriellen Mülls wiederverwertet oder zur Energieerzeugung genützt.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel betrifft mittlerweile jedes Land der Welt. Die durch menschliche Aktivitäten verursachten Treibhausgasemissionen fördern den Klimawandel und befinden sich derzeit auf dem höchsten Niveau der Geschichte. Ohne Maßnahmen wird erwartet, dass die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde im Laufe dieses Jahrhundert um 3 Grad Celsius ansteigen wird, was gravierende Auswirkungen auf den Planeten und das Leben der Menschen haben wird. Am stärkten davon betroffen wären dabei wiederum die Ärmsten der Armen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 13 einsetzen:

Umicore: Neben dem Recycling von umweltschädlichen Rohstoffen stellt das belgische Unternehmen auch Katalysatoren her, welche die Abgase von Autos vermindern.
Vestas: Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von Windkraftanlagen. Mittlerweile hat das dänische Unternehmen Windkraftanlagen in 80 Ländern installiert und hilft somit bei der Installierung von bezahlbarer und sauberer Energie.

SDG 14: Leben unter Wasser

Ozeane machen rund drei Viertel der Erdoberfläche aus und beinhalten 97 % des globalen Wassers. Unser Regenwasser, Trinkwasser, das Wetter und das Klima, ein Großteil unserer Nahrung sowie der Sauerstoff in der Luft werden letztendlich von den Meeren bereitgestellt, beeinflusst oder reguliert. Dementsprechend wichtig für eine nachhaltige Zukunft ist ein sorgsamer Umgang mit den Weltmeeren. Gegenwertig kommt es allerdings zu einer kontinuierlichen Verschlechterung der Küstengewässer durch Verschmutzung (z.B. Mikroplastik) und Versäuerung der Meere. Diese Verschmutzung und Versäuerung der Gewässer wirkt sich negativ auf das Funktionieren der Ökosysteme aus. Ziel des SDG 14 ist daher die nachhaltige Erhaltung der Ozeane.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 14 einsetzen:

Clean Harbors: Das amerikanische Unternehmen bietet Dienstleistung zur sicheren Entsorgung von gefährlichen liquiden Abfällen an. Durch die Aufbereitung von schädlichen Abfällen gelangen weniger umweltschädliche Stoffe in die weltweiten Gewässer.
Mowi: Der norwegische Lachszüchter engagiert sich stark bei Initiativen rund um die Vermeidung von Plastikmüll und hilft mit seinen Aquafarmen den weltweit steigenden Bedarf an Fisch zu decken und somit der Überfischung der Meere entgegenzusetzen.

SDG 15: Leben am Land

Wälder bedecken rund ein Drittel der Landfläche der Erde und sind mit Ihrer Eigenschaft als CO2-Speicher von immenser Bedeutung zur Bekämpfung des Klimawandels. Darüber hinaus sind Wälder wichtig zum Schutz der biologischen Vielfalt und bieten ein Zuhause für die indigene Bevölkerung. Trotz der großen Bedeutung von Wäldern gehen derzeit rund 13 Millionen Hektar an Wald jedes Jahr verloren. Darüber hinaus entstehen durch die Bodendegradation derzeit 3,6 Milliarden Hektar an Wüste. Das Ziel Nummer 15 ist es daher, Landökosysteme zu schützen, wiederherzustellen und ihre nachhaltige Nutzung zu fördern. Dies kann beispielsweise durch eine Beforstung sowie den Schutz von sensiblen Regenwäldern gelingen.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 15 einsetzen:

Deutsche Post: Das Unternehmen hat im Jahr 2018 eine Million Bäume gepflanzt.
Weyerhaeuser: Das Unternehmen ist eines der weltweit größten Forstwirtschaftskonzernen der Welt. Die nachhaltig bewirtschafteten Wälder von Weyerhaeuser absorbieren dabei während ihres Wachstums CO2 und speichern dieses in den verarbeiteten Holzprodukten. Durch die Nachforstung des Waldes nach der Rodung trägt das Unternehmen dazu bei, dass das die nächste Generation an Bäumen wieder Kohlendioxid aufnimmt.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Im Rahmen dieses Zieles will die UN die nachhaltige Entwicklung von friedlichen und integrativen Gesellschaften fördern, den Zugang zu Gerichten für alle gewährleisten und den Aufbau wirksamer und rechenschaftspflichtiger Institutionen auf allen Ebenen schaffen. Wir als Volksbank Vorarlberg versuchen durch aktive Einflussnahme (zum Beispiel forderten wir von den G8 Regierungschefs in einem offenen Brief die stärkere Berücksichtigung von nachhaltigen Faktoren in der Geldanlage) die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene zu fördern und starke Institutionen zu fördern.

SDG 17: Partnerschaften für die Ziele

Um die gesteckten Ziele zu erreichen, benötigt es Partnerschaften zwischen den Regierungen, dem Privatsektor und der Zivilbevölkerung. Diese Partnerschaften, welche auf Prinzipien und Werte, einer gemeinsamen Vision sowie gemeinsamen Zielen aufbauen, die Menschen und den Planeten in den Mittelpunkt stellen, sind sowohl auf globaler als auch auf regionaler, nationaler und lokaler Ebene notwendig.

Beispiele für Unternehmen, welche sich aktiv für die Erreichung des SDG Ziel Nummer 17 einsetzen:

Total: Der französische Energiekonzern ist Mitglied vieler Partnerschaften. Nachfolgend werden nur 2 davon genannt. Bereits 2014 trat Total der Zero Routine Flating (Welt Bank Initiative gegen das Abfackeln und Ablassen von Gas bis 2030) bei. Im Jahr 2017 trat Total der „Global Deal“ Initiative bei, welche den sozialen Dialog fördert, Ungleichheiten bekämpft und eine gerechtere und integrativere Globalisierung anstrebt.
• Auch wir, die Volksbank Vorarlberg, haben bereits 2016 als erste Regionalbank Vorarlbergs die „Principles for Responsible Investments“ der Vereinten Nationen (UN) unterzeichnet und setzen uns somit stark für die nachhaltige Geldanlage ein.